Skip to main content

Filmreihe “Filmissimi – Il cinema tedesco d’autore: Ambiente e clima", 30 gennaio - 20 febbraio 2026

Nella nuova rassegna cinematografica "Filmissimi – Il cinema tedesco d’autore", promossa dal Goethe-Zentrum Verona in collaborazione con la Cineteca del Goethe-Institut Rom, le prime 4 proiezioni sono dedicate al tema "Ambiente e clima".

I film saranno proiettati in lingua originale, con introduzione.

ENTRATA LIBERA con PRENOTAZIONE all'indirizzo Questo indirizzo email è protetto dagli spambots. È necessario abilitare JavaScript per vederlo.

1. Freitag, den 30. Januar 2026 um 17:00 Uhr

Plastic Fantastic

Deutschland 2023, Regie Isabella Willinger, 101 Min.

Copyright Trimafilm

"Plastic Fantastic" von Isabella Willinger taucht tief in die globale Plastikkrise ein, die unsere Umwelt und sogar unsere eigenen Körper durchdringt. Mit beeindruckenden Fakten, wie zum Beispiel, dass es in den Ozeanen 500-mal mehr Plastikpartikel gibt als Sterne in unserer Galaxie, zeigt der Film die Dringlichkeit und das Ausmaß der Krise.
Der Film stellt scharfe Fragen: Welche Lösungen bietet die Kunststoffindustrie wirklich an, und wie ernsthaft verfolgt sie diese? Gibt es echte Alternativen, und könnten wir überhaupt auf Plastik verzichten? "Plastic Fantastic" beleuchtet Themen wie zirkuläre Produktion, Greenwashing, Mikroplastik, Kohlenstoffemissionen und Klimarassismus. Von Plastik-Lobbyisten bis zu Aktivisten, die in Hawaii und Kenia Plastikmüll sammeln, bietet der Film eine tiefgehende und menschliche Perspektive auf die Plastikkrise.

2. Freitag, den 6. Februar 2026 um 17:00 Uhr

Ökozid

Deutschland 2020, Regie Andres Veiel, 90 Min.

Copyright zero one film Julia Terjung

Copyright zero one film Julia Terjung

Die Folgen der Klimakatastrophe sind im Jahr 2034 dramatisch. Dürre und Hochwasser vernichten die Lebensgrundlage von Millionen Menschen. Nach der dritten Sturmflut in Folge wurde der Sitz des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag geräumt. In einem provisorischen Interimsgebäude in Berlin wird die Klimakatastrophe zum Gegenstand eines juristischen Verfahrens. Zwei Anwältinnen, dargestellt von Nina Kunzendorf und Friederike Becht, vertreten 31 Länder des globalen Südens in einer wegweisenden Schadensersatzklage gegen die Bundesrepublik Deutschland. Das provisorische Gerichtsverfahren in Berlin thematisiert exemplarisch ökonomische und ökologische Verantwortung entwickelter Nationen sowie das Recht der Natur auf Unversehrtheit. Virtuos changiert Ökozid zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, zwischen Doku-Drama und fiktiver Dokumentation.

3. Freitag, den 13. Februar 2026 um 17:00 Uhr

Grüße aus Fukushima

Deutschland 2015/16, Regie Doris Dörrie, 104 Min.

Copyright Hanno Lentz- Majestic

Copyright Hanno Lentz- Majestic

Noch am Tag der Hochzeit trennen sich Marie und ihr Mann. Nun will die junge Frau möglichst weit weg vom Ort ihres Unglücks und reist für die Organisation „Clowns4Help“ nach Japan, um den Überlebenden der Katastrophe von Fukushima zu helfen. Marie muss schnell feststellen, dass sie diese Aufgabe kaum erfüllen kann. Doch aufgeben will sie nicht. Sie begleitet die alternde Geisha Satomi zu ihrem zerstörten Haus in der seit 2011 radioaktiv verseuchten Sperrzone. Zwischen den beiden ungleichen Frauen entsteht langsam eine überraschende Freundschaft, von der beide profitieren.
Marie macht sich Sorgen. Sie fragt sich: „Bin ich gerade glücklich?“ und kämpft gegen Verlustängste. Noch am Tag der Hochzeit trennt sie sich von ihrem Mann, den sie mit seinem besten Freund betrogen hatte. Jetzt will sie möglichst weit weg vom Ort ihres Schmerzes und reist für die Organisation „Clowns4Help“ nach Japan, um in Fukushima den Hinterbliebenen der Katastrophe von 2011 zu helfen. Marie ist viel zu unglücklich, um andere Menschen aufheitern zu können. Ihre komödiantischen Versuche verlaufen kläglich, trotz der Hilfe des amerikanischen Clowns Moshe. Nachts rennt sie, ein Erdbeben fürchtend, panisch aus ihrem Behelfsquartiert und trifft auf einen Mönch, der stoisch seinen Sake mit ihr teilt. Marie heult: „Ich habe alles kaputtgemacht!“
Maries Flucht ans andere Ende der Welt müsste scheitern, würde sie nicht Satomi kennenlernen, eine alternde, manchmal mürrische und barsche Geisha. Sie nötigt die junge Frau aus Deutschland, sie mit einem Auto ins strahlenverseuchte Sperrgebiet zu fahren, um nach ihrem nur teilweise zerstörten Haus zu sehen. Marie will nicht lange im Sperrgebiet bleiben, fährt mit dem Auto los und kehrt umgehend wieder zu Satomi zurück: „Was würden Sie tun“, fragt die alte Geisha, „wenn Ihre ganze Welt aufgehört hätte zu existieren?“ Als Marie erfährt, dass sie mit einem von Satomi geklauten Auto ins Sperrgebiet gefahren ist, will sie erneut abreisen. Sie steht schon am Bahnhof, kehrt dann doch zurück zu der älteren Frau, die gerade dabei ist, ihr Haus von den Resten der Zerstörung zu befreien – ein fast symbolischer Vorgang; Marie sieht, wie man mit den Katastrophen der Vergangenheit zurechtkommen könnte, wenn man sich von den irreparablen Resten befreit.
In der ersten Nacht müssen die beiden Frauen auf dem Boden schlafen. Von draußen hört Marie leise Musik. Am Morgen betet Satomi, serviert Tee, doch die Deutsche fragte nach Kaffee und wird für ihre Art, mit gespreizten Beinen zu sitzen, von der Japanerin kritisiert. Marie lernt, sich auf die fremde Frau, die mitunter überraschend gut Englisch spricht, einzulassen; sie schleppt Betten aus einem anderen zerstörten und verlassenen Haus zu Satomi, lässt sich in der Tee-Zeremonie unterweisen und hilft entschlossener bei den Aufräumarbeiten. Die beiden Frauen kommen sich näher und vertrauen sich gegenseitig ihre dunklen Geheimnisse und Gewissensbisse an. Marie gesteht den Betrug an ihrem Bräutigam, auf Satomi lastet eine schwerere Schuld. In der Nacht des Tsunamis war sie mit ihrer Schülerin Yuki auf einen Baum geflüchtet; jetzt ist sie fest davon überzeugt, die junge Frau ins Wasser gestoßen zu haben. Die geheimnisvolle nächtliche Musik käme von den zurückkehrenden Geistern, erklärt Satomi, und Marie ziehe sie an, weil sie selbst unglücklich sei. Nachts trifft die Deutsche auf Yukis Geist, im Haus bittet Satomi ihre tote Schülerin um Vergebung.

4. Freitag, den 20. Februar 2026 um 17:00 Uhr

Amelie rennt

Deutschland 2016/17, Regie Tobias Wiemann, 97 Min.

Copyright Martin Rattini

Copyright Lieblingsfilm Martin Schlecht

Die junge Amelie hat ihre Asthma-Erkrankung gründlich satt; sie ist wütend auf Gott und Welt, namentlich auf ihre Eltern und die Ärzte. Nach einem schweren Anfall wird sie nach Südtirol geschickt; Amelie soll sich in einer Spezialklinik erholen. Doch das Mädchen empfindet auch die Therapie als Terror und flieht in die Berge. Der junge Bart schließt sich ihr an, ein hartnäckiger und hilfsbereiter Begleiter. Während die Suche nach dem geflohenen Mädchen in Gang kommt, erreicht Amelie mit Barts Unterstützung ihr Ziel, einen Berggipfel. Beim Abstieg stoßen sie auf ein magisches Johannisfeuer, von dem sich das Mädchen Heilung verspricht. Vielleicht ist es am Ende die zaghafte erste Verliebtheit, die der kranken Amelie zumindest psychisch neue Kraft gibt.

In der Schule ist Amelie nicht beliebt; ihre schwere Asthma-Erkrankung hat sie unleidlich und aggressiv gemacht. „Warum ausgerechnet ich?“, fragt sie sich immer wieder. In der Aufregung über ein schief gegangenes Séance-Spiel mit einigen Freundinnen erleidet Amelie einen Anfall; nach einem Aufenthalt im Krankenhaus wird sie von Berlin in ein Sanatorium nach Südtirol geschickt. Auch dort kommt sie mit den therapeutischen Maßnahmen nicht zurecht und flieht vor den Zwängen der Behandlung in die Berge. Sie hat von einem heilsamen Johannisfeuer gehört. „Ich hab diese Krankheit, seit ich denken kann“, sagt sie. „Es kotzt mich an. Ich geh da jetzt rauf zu diesem Wunderfeuer, ich hab eh' nichts mehr zu verlieren.“ Bei ihrem Aufbruch ahnt sie nicht, dass sie ohne die Hilfe von Bart, einem einheimischen Jungen, kaum eine Chance hätte, ihr Abenteuer heil zu überstehen. Der Fünfzehnjährige, der selbst einige herbe Schicksalsschläge hinter sich hat, folgt Amelie auf Schritt und Tritt, zunächst ohne ihr Einverständnis.

Langsam kommen sich die beiden näher. Amelie isst Barts Brot, das sie zunächst verweigert hatte. Sie stürzt in einen reißenden Bergbach, der mutige Junge rettet sie. Sie fasst an einen elektrischen Weidezaun, bricht simulierend zusammen, Bart gerät kurz in Panik und ist wütend, weil er auf Amelies Täuschung hereingefallen ist. Wenig später werfen sie mit Kieseln auf Steinmännchen: das erste gemeinsame Spiel. Die Nacht verbringen sie in einem selbst errichteten Unterstand. Bart zuckt vor einer zaghaften Handbewegung des Mädchens zurück. Am Morgen hat Amelie Beeren gesammelt; Bart erkennt sofort: es sind hoch giftige Tollkirschen. In der vertrauten Natur ist der Junge dem Mädchen aus der Großstadt haushoch überlegen; Amelie fällt es schwer, sich mit dieser Überlegenheit abzufinden.

Immer wieder greift Amelie zu ihrem Asthma-Spray, heimlich, wie sie glaubt, doch Bart tut so, als würde er dies nicht wahrnehmen. In der Zwischenzeit suchen die Carabinieri nach dem Mädchen, auch ein Helikopter ist aufgestiegen. Bart schiebt und schleppt Amelie immer weiter nach oben; die letzten Schritte zum Gipfelkreuz lässt der sensible Junge das Mädchen allein gehen – es ist ihr Triumph. „Ich hab's geschafft!“, freut sie sich. „Du darfst dir was wünschen!“, antwortet Bart. Doch Amelie ist schon wieder wütend, weil sie sich ihrer Krankheit bewusst wird. Beim Abstieg treffen sie auf Einheimische, die ein Johannisfeuer entzünden – wie an vielen Bergen der Umgebung auch. Angeführt von Bart wagt Amelie auch den rituellen Sprung über das Feuer – ein Symbol der Heilung. Der Helikopter ist da, und ein Pfleger aus dem Sanatorium, der Amelie einen neuen Asthma-Spray mitgebracht hat und einen Brief ihrer Mutter mit einer vielfältigen Liebeserklärung.