Filmreihe “Filmissimi – Il cinema tedesco d’autore: Le condizioni della donna", 6 marzo - 24 aprile 2026
La rassegna cinematografica "Filmissimi – Il cinema tedesco d’autore", promossa dal Goethe-Zentrum Verona in collaborazione con la Cineteca del Goethe-Institut Rom, prosegue con altre 7 proiezioni, che sono dedicate al tema "Le condizioni della donna".
I film saranno proiettati in lingua originale, con introduzione.
ENTRATA LIBERA con PRENOTAZIONE all'indirizzo
1. Freitag, den 6. März 2026 um 17:00 Uhr
Der Blaue Engel
Regie: Josef von Sternberg, s/w, 109 Min., 1930
Tief entrüstet durch die gewagten Bilder, die unter seinen Schülern zirkulieren, macht sich Professor Rath auf, im Kabarett zum Blauen Engel die abgebildete fesche Lola zur Rede zu stellen. Von ihren Auftritten schnell betört, verfällt der ordentliche Professor der jungen Frau und geht so weit, dass er seine Karriere aufgibt, um sie zu heiraten. Damit beginnt sein tiefer Fall. Von Stadt zu Stadt zieht er mit seiner jungen Frau und tritt als dummer August inmitten eines drittklassigen Ensembles auf. Schließlich endet er in seiner eigenen Stadt, wo er zum Gespött seiner ehemaligen Kollegen und Schüler wird. Als gehörnter Ehemann sucht er noch einmal seinen inzwischen verwaisten Klassenraum auf, wo er tot zusammenbricht.


2. Freitag, den 13. März 2026 um 17:00 Uhr
Ivie wie Ivie
Regie: Sarah Blasskiewitz, 109 Min., 2021
Ivies Selbstbild kommt ins Wanken, als plötzlich ihre Halbschwester auftaucht und nicht nur von der anstehenden Beerdigung des gemeinsamen Vaters in Senegal erzählt, sondern vor allem ihr Bewusstsein für den Alltagsrassismus schärft, dem sie als Afrodeutsche ausgesetzt ist; ein beeindruckendes Debüt über Selbstfindung und Diversität.
Und plötzlich steht ihre Halbschwester Naomi vor der Wohnungstür, von der Ivie bis dahin noch nicht einmal wusste, und berichtet von der anstehenden Beerdigung des gemeinsamen Vaters in Senegal. Für Ivie, die bei ihrer weißen Mutter in Leipzig aufgewachsen ist, gerade ihr Lehramtsstudium beendet hat und auf Jobsuche ist, bedeutet dies eine umso heftigere Konfrontation mit der eigenen „afrikanischen“ Geschichte. Naomi schärft bei den ausgiebigen Gesprächen vor allem Ivies Blick für ihre Identität als Afrodeutsche, für all die alltäglichen Erfahrungen von Rassismus und Diskriminierung, die Ivie trotz ihrer privilegierten Situation als Akademikerin regelmäßig widerfahren und die nur allzu oft nicht einmal böse gemeint sind, sondern aus Unwissen, Gewohnheit oder Unüberlegtheit entstehen. Regisseurin Sarah Blaßkiewitz lässt sich und ihren Darstellerinnen dabei viel Zeit für die Entwicklung der Figuren und deren Lebenswelten, mal heiter, mal schmerzhaft; ein bewegender Debütfilm über die Selbstfindung einer jungen Frau.


3. Freitag, den 20. März 2026 um 17:00 Uhr
Elaha
Regie: Milena Aboyan, 115 Min., 2023
Milena Aboyans Langfilmdebut über die 22-jährige Deutsch-Kurdin Elaha führt uns an die Weggabelung zwischen bedingungsloser Liebe zur Familie und dem Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben. Kurz vor ihrer Hochzeit mit Nasim wird Elaha mit den Erwartungen ihres Umfelds konfrontiert, jungfräulich in die Ehe zu gehen. Verzweifelt sucht sie daraufhin nach Möglichkeiten, ihre Jungfräulichkeit vorzutäuschen, um das Ansehen ihrer Familie zu erhalten.
Elaha ist eine intensiv erzählte Geschichte über den Kampf um die Deutungshoheit des eigenen weiblichen Körpers im Spannungsfeld kultureller Traditionen. Fremd- und Selbstwahrnehmungen, die nicht zueinander passen wollen, Erwartungen, Wünsche und Zwänge, mit denen alle Beteiligten zurechtkommen sollen – auch die Eltern und der Bräutigam, die keineswegs in der Rolle bloßer Unterdrücker gezeichnet werden.
„Ich liebe meine Familie und meine Tradition – ich bin nur manchmal mit den Regeln nicht einverstanden!“, sagt Elaha an einer Stelle zu ihrer Berufsberaterin. Dieser Satz bringt die Grundstimmung des Dramas treffend auf den Punkt, denn Aboyan gelingt es, in diese den Traditionen verhaftete Welt einzuführen, ohne sie vorzuführen oder gar zu verurteilen.


4. Freitag, den 27. März 2026 um 17:00 Uhr
Barbara
Regie: Christian Petzold, 108 Min., 2012
Rund neun Jahre vor dem Fall der Mauer: Die Berliner Ärztin Barbara hatte einen Antrag auf Ausreise aus der DDR gestellt. Sie wurde inhaftiert und nach ihrer Entlassung im Sommer 1980 an ein Provinzkrankenhaus strafversetzt. Während ihr Geliebter aus dem Westen die Flucht über die Ostsee vorbereitet, arbeitet Barbara, häufig observiert und oft kontrolliert, in der Kinderchirurgie. Ihr neuer Chef André scheint mit den Mitarbeitern der Staatssicherheit zu kooperieren - aber wie weit würde er im Ernstfall gehen? Zumindest Barbaras Engagement für die junge Außenseiterin Stella scheint er zu billigen. Ist er in seine Kollegin verliebt? Am Tag der Flucht trifft Barbara eine nur bedingt überraschende Entscheidung. Christian Petzolds Film, bei der Berlinale 2012 mit dem Regie-Preis ausgezeichnet, ist ein stiller, unaufgeregter und bedingungslos genauer Film über das Leben in der DDR - weit entfernt von ideologischen Diskursen.Rund neun Jahre vor dem Fall der Mauer: Die Berliner Ärztin Barbara hatte einen Antrag auf Ausreise aus der DDR gestellt. Sie wurde inhaftiert und nach ihrer Entlassung im Sommer 1980 an ein Provinzkrankenhaus strafversetzt. Während ihr Geliebter aus dem Westen die Flucht über die Ostsee vorbereitet, arbeitet Barbara, häufig observiert und oft kontrolliert, in der Kinderchirurgie. Ihr neuer Chef André scheint mit den Mitarbeitern der Staatssicherheit zu kooperieren - aber wie weit würde er im Ernstfall gehen? Zumindest Barbaras Engagement für die junge Außenseiterin Stella scheint er zu billigen. Ist er in seine Kollegin verliebt? Am Tag der Flucht trifft Barbara eine nur bedingt überraschende Entscheidung. Christian Petzolds Film, bei der Berlinale 2012 mit dem Regie-Preis ausgezeichnet, ist ein stiller, unaufgeregter und bedingungslos genauer Film über das Leben in der DDR - weit entfernt von ideologischen Diskursen.

Copyright Christian Schulz Schramm Film

Copyright Hans Fromm Schramm Film
5. Freitag, den 10. April 2026 um 17:00 Uhr
Solo Sunny
Regie: Konrad Wolf, 104 Min., 1980
Sunny lässt sich nichts vorschreiben. Trotz aller Widerstände und Enttäuschungen folgt sie ihrem Traum, als Sängerin Karriere zu machen. Das tragikomische Musikdrama der DEFA-Größen Konrad Wolf und Wolfgang Kohlhaase wurde zum Kultfilm und Kassenschlager.
Im Ostberlin Ende der siebziger Jahre träumt Sunny davon, mit ihrer Musik zum Star zu werden und auf den großen Bühnen aufzutreten. Dafür hat sie ihren Job als Fabrikarbeiterin aufgegeben und tourt nun mit ihrer Band durch die biedere Provinz. Aber nicht nur ihren künstlerischen Ambitionen ist wenig Erfolg beschieden, auch ihre Suche nach Liebe und privatem Glück mündet immer wieder in Enttäuschungen. Doch trotz aller beruflichen und persönlichen Rückschläge lässt sich Sunny nicht davon abbringen, ihren Träumen zu folgen.
"Solo Sunny" gehört zu den großen Klassikern der DEFA. Basierend auf der realen Lebensgeschichte der Sängerin Sanije Torka, zeichnet er das Bild einer Frau, die sich nicht verbiegen lässt: schnoddrig, ungeschönt, authentisch. Der letzte Film des DDR-Starregisseurs Konrad Wolf - Namensgeber der ältesten Filmhochschule Deutschlands in Potsdam-Babelsberg - nach einem Drehbuch von Wolfgang Kohlhaase erlaubte sich mit seiner widerborstigen Protagonistin Subversion und unverblümte Gesellschaftskritik.
Nachdem Renate Krößner bei der Berlinale 1980 mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet wurde und der Film zudem den FIPRESCI-Kritikerpreis gewann, avancierte "Solo Sunny" rasch zu einem Kassenschlager. Der Erfolg war nicht zuletzt dem Soundtrack geschuldet, der in Zusammenarbeit des Musikers und Komponisten Günther Fischer mit der Jazzsängerin Regine Dobberschütz entstand, die sämtliche Titel der Sunny interpretierte.


6. Freitag, den 17. April 2026 um 17:00 Uhr
Alle reden übers Wetter
Regie: Annika Pinske, 89 Min., 2022
Für den 60. Geburtstag ihrer Mutter reist die Philosophiedoktorandin Clara aus Berlin in die mecklenburgische Provinz – und selbstbestimmte Großstadtexistenz trifft auf familiäre Herkunft. Eine feinfühlige Gesellschaftsstudie über Heimat und Prägung, Nachwende-Traumata und Milieus, von denen man sich zwar emanzipieren, sie aber nie ganz überwinden kann.
Die Wettervorhersage der nächsten Tage, die Auswahl des richtigen Kuchens für den 60. Geburtstag oder Hegels Freiheitsbegriff? Die eigene Herkunft und Prägung kann man nie vollends zurücklassen. Dies muss auch Clara einsehen, als sie für den Geburtstag ihrer Mutter in ihre „Heimat“ ins Mecklenburgische zurückkehrt. Denn gut eingerichtet in ihrem Berliner Großstadtbiotop hat es sich Clara allemal: Großzügige WG in Kreuzberg, akademische Ambitionen und Promotion in Philosophie, eine Tochter im Teenageralter, die beim Vater aufwächst. Claras (vermeintlich) selbstbestimmtes Leben in der Großstadt trifft auf die (vermeintliche) Enge der ostdeutschen Provinz, der sie glaubte, entkommen zu sein. Aber ganz so einfach ist es nicht. Mit präzisem Gespür für die jeweiligen Milieus schildert Regisseurin Annika Pinske zunächst den Uni-Alltag zwischen befristeten Stellen und akademischen Abhängigkeitsverhältnissen, bevor Clara die Reise zu ihrer Familie aufs Land antritt und in ihre eigene Vergangenheit; ein kluges Gesellschaftsdrama über sich wandelnde Heimatbilder. Frederik Lang (20.04.2023)

© DFFB_New Matter Films_pennybooth production

© DFFB_New Matter Films_pennybooth production
7. Freitag, den 24. April 2026 um 17:00 Uhr
Nico
Regie: Eline Gehring, 80 Min., 2022
Die selbstbewusste und lebensbejahende Deutsch-Perserin Nico liebt ihren Job als Altenpflegerin und ist wegen ihrer lockeren und verständnisvollen Art bei allen beliebt. Mit ihrer besten Freundin Rosa genießt sie den Berliner Sommer, bis ein rassistisch motivierter Überfall sie plötzlich aus ihrem unbeschwerten Alltag reißt. Nico wird bewusst, dass sie doch nicht so selbstverständlich dazugehört, wie sie immer dachte, und wie viel Rassismus sie tatsächlich umgibt. Geplagt von Erinnerungsfetzen an den schrecklichen Angriff, zieht sich Nico immer mehr in sich selbst zurück. Nicht nur Rosa verliert den Bezug zu ihr, auch ihre Patient:innen erkennen die einst so fröhliche junge Frau nicht wieder. Nico spürt, dass es so nicht weitergehen kann, und wendet sich an den schroffen KarateWeltmeister Andy (Andreas Marquardt). Bei ihm beginnt sie ein hartes Trainingsprogramm und schafft es dadurch, ihre Wut zu kanalisieren und ihre eigene Stärke zu erfahren, doch verliert sie auch die Verbindung zu sich selbst und ihrem alten Leben. Als Nico dann auf die Mazedonierin Ronny trifft, entwickelt sich eine Verbindung zwischen den beiden Frauen, die Nico dazu veranlasst, den eingeschlagenen Weg in Frage zu stellen.

© Darling Berlin UCM.ONE

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